Ihre Fröhlichen Flops

Vor einiger Zeit baten wir Sie in unserer “Weihnachten wird schöner #zusammen”-Gruppe auf Facebook, uns von Ihren witzigen Weihnachts-Missgeschicken zu erzählen.

Die drei lustigsten Beiträge, die unsere deutschen und britischen Facebook-Fans daraufhin gepostet haben, wurden zur Belohnung von einem professionellen Illustrator gezeichnet. Und hier sind sie – vielen Dank und herzlichen Glückwunsch an Sophie L., Pamela Q. und Susan C.!

Jeder wie er kann

Über die Weihnachtstage lade ich traditionell immer meine Eltern und Schwiegereltern zum Essen ein. So auch an dem Tag. Wir fingen zu essen an. Mein Mann griff nach dem Rosenkohl. Daraufhin fragte ihn seine Mutter, was er da mache, da er ja doch Rosenkohl gar nicht mag? Woraufhin mein Mann ihr antwortete, dass er ihren Rosenkohl tatsächlich nicht mag. Sehr wohl aber möge er meinen Rosenkohl, da er die Art, wie ich ihn zubereite, wirklich köstlich finde! Es setzte ein großes, betretenes Schweigen am Weihnachtstisch ein. Mein Mann setzte dem Ganzen noch die Krone auf, indem er seine Mutter fragte, warum auch ihr Christmas Pudding (ein übergroßer Serviettenkloß mit u. a. Rinderfett, Eiern, Zucker, Trockenobst usw.) nicht so lecker sei wie meiner (meine Mutter hatte ihn zubereitet). Es wurde ein unvergessliches Weihnachtsessen.

 

Ein bisschen Glitzer schadet nie

An Weihnachten lade ich immer die ganze Familie ein. So auch damals vor ein paar Jahren, als mir das bis jetzt witzigste Missgeschick meines Lebens passierte. Ich hatte gerade das ganze Essen auf den Tisch gestellt, bis auf die Soße. Es fehlte quasi nur noch ein Schritt bis zum Tisch, als ich stolperte, und sich die komplette Soße über die Tischdecke ergoss. Während ich augenblicklich erstarrte, hob meine Mutter seelenruhig die Schüssel auf und beförderte mit einem Löffel die ganze Soße von der Tischdecke wieder in die Schüssel hinein. Leider hatte ich den Tisch mit Weihnachtskonfetti dekoriert. Die befand sich jetzt in der Soße und landete auf unserem Essen, als wir das Fleisch großzügig damit übergossen. Wir fingen alle zu lachen an, und es dauert nicht lange, bis wir die Konfettistückchen aus der Soße klaubten und jeder damit begann, sich die Teile ins Gesicht zu kleben. Danke Mama, du hast damals aus einem potenziellen Weihnachtsdrama unser wohl lustigstes Weihnachtserlebnis aller Zeiten gemacht.

 

 

Kein Geschenkpapier? Kein Problem!

Mein Fröhlicher Flop ist schon einige Jährchen her – damals, als ich noch alles in letzter Minute erledigte. Wie zum Beispiel das Einpacken von Geschenken. An Heiligabend begab ich mich auf der Suche nach Geschenkpapier… vergeblich! Das allerletzte Geschäft, das noch geöffnet hatte, war ein Bastelladen. Als ich erfuhr, dass man dort Silberfolie zum Einpacken verkaufte, war ich überglücklich. Auftrag erfüllt.
Ich ging nach Hause und schob das Einpacken noch ein Weilchen vor mir her, bevor ich endlich damit anfing.
Als ich mein erstes Geschenk verpacken wollte, wurde mir mein gigantischer Fehler klar. Und jetzt war es zu spät. Das Papier war gar nicht silbern. Es war ganz einfach durchsichtige Plastikfolie.
Am Ende entschied ich mich, die Geschenke in Toilettenpapier einzuwickeln. Meine lieben Brüder fanden es köstlich; meine Mutter dachte: Das kann nicht mein Kind sein.
Seitdem habe ich immer 20 Rollen Geschenkpapier auf Vorrat im Schrank. Und nichts davon ist silbern oder durchsichtig!