TESTSTRECKE: DIE SQUALL SYSTEM-JACKE

Vier Abenteurer brechen zu einer mitternächtlichen Besteigung des Mount Hood in Oregon auf, um den Sonnenaufgang zu erleben.

Diese “Bergsteiger-Brüder” sind zwar nicht alle miteinander verwandt – obwohl zwei von ihnen tatsächlich Geschwister sind – doch die jahrzehntelange Verbindung hat sie zusammengeschweißt. Tagsüber nehmen sie so traditionelle Rollen ein wie Anwalt, Restaurator, Immobilienverwalter und Technologie-Verkäufer. Doch alle paar Jahre kommen sie wieder zusammen, um zu einem epischen Outdoor-Abenteuer aufzubrechen, wie die Besteigung von Mount Whitney und Mount Rainier.

Diesen Juni nahm sich das furchtlose Quartett den Mount Hood vor, den höchsten Gipfel in Oregon, der nebenbei ein schlafender Vulkan ist und mit seiner Höhe von 11.000 Fuß über den Meeresspiegel atemberaubende Ausblicke bietet. Das Team testete unser Squall System auf dem anspruchsvollen Trek, wo es mit Eis, Wind, Nebel und schwierigen vertikalen Kletterpartien zu kämpfen hatte. Da alle heil und unversehrt zurückkamen, hat sich die Ausrüstung offenbar bewährt – die vier planen schon ihren nächsten Trail. Da sie anonym bleiben möchten, haben sie sich eigene Spitznamen gegeben. Treffen Sie hier die Männer in den Squalls…

Spitzname:
Chase Adventure
Beruf:
Anwalt
Aufregendste Bergtour:
“Der Grand Teton war einer meiner Favoriten. Ein wirklich außergewöhnlicher Berg, mehr Felsen als Eis und Schnee. Für den Mount Rainier brauchte ich zwei Anläufe, denn beim ersten Mal schafften wir es nicht bis zum Gipfel.”
Ausrüstungsteil, das nicht fehlen darf:
“Eine Kamera. Das bedeutet zwar zusätzliches Gewicht, aber es lohnt sich. Ich fotografiere so leidenschaftlich gerne wie ich zum Bergsteigen gehe, und beides zu vereinen bereitet mir doppelten Spaß.”
Größter Augenblick:
“Als wir uns dem Gipfel näherten, war es fantastisch zu sehen, wie die Wolken aufrissen und die Sonne durchkam. Man sah den Schatten des Berges auf den Wolken unterhalb von uns. Das war definitiv das Highlight,” sagt er und bemerkt dazu, dass die Gruppe den Trek um Mitternacht begann, damit sie den Gipfel zum Sonnenaufgang erreichen würden – lange bevor die Sonne das Eis erwärmt, was Lawinen, Felsstürze oder Ähnliches auslösen kann.
Song, der am besten seinen Sinn für Abenteuer beschreibt:
“Colder Weather” von der Zac Brown Band
Das nächste Projekt:
Der Abenteurer aus Maryland hat bereits den nächsten Gipfel im Visier: Mount Shuksan im Bundesstaat Washington. “Das ist eine Ikone für Bergsteiger im Gebiet des Nordwest-Pazifiks, und sie bietet die Kombination von Fels und Schnee,” sagt er. Und während er diesen Berg mit seinen Kumpels lieber früher als später bezwingen würde, platzt es aus ihm heraus, “Jedes Mal, wenn ich sage, dass wir jedes Jahr so etwas machen, erinnert mich meine Frau daran, dass es nur alle paar Jahre ist. Wir werden sehen!”

 

Spitzname:
Farmer Guggenheim: “So nennen mich meine Freunde,” sagt der Abenteurer aus Wisconsin, der mit seiner Familie auf einer Farm lebt. “Mir macht es nichts aus, mir die Hände schmutzig zu machen, und gleichzeitig weiß ich Kunst zu schätzen.”
Beruf:
Restaurator
Aufregendste Bergtour:
“Mount Rainier ist großartig, weil das ein wirklich hoher Berg ist, und da er direkt an der Küste liegt, fühlt es sich so an, als ob es viel höher wäre als es tatsächlich ist. Das war eine unglaubliche Erfahrung.”
Ausrüstungsteil, das nicht fehlen darf:
“Ich habe ein kompaktes Mono-Fernglas, das ich immer mitnehme, denn ich schaue mir gerne weit Entferntes an, ob es der Mond ist oder ein Stern oder ein anderer Berg. Das Fernglas ist superklein und leicht und passt in die Tasche,” sagt er. Auch immer im Gepäck? “Cola-Gummibärchen.”
Größte Challenge:
Kurz vor dem Trip trat ein Pferd auf seinen Fuß, was die Anstiege noch schwieriger machte. “Der Fuß tat weh, und dann steigt man in den drei Pfund schweren Bergstiefel und beginnt, einen Steilhang zu klettern, da pochte der Schmerz wie verrückt,” sagt er.
Größter Augenblick:
“Der Sonnenaufgang, als wir oben waren. Der Nordwesten ist wirklich toll, weil das Gebiet ein so vielfältiges Öko-System hat, vom Alpinen über Gletscher bis zum Regenwald. Obwohl,”  so fährt er fort, “die Hauptsache ist, mit den Jungs zusammen zu sein, egal was wir machen. Wir hatten unten in Portland in der Brauerei genauso viel Spaß wie oben auf dem Berg.”
Song, der am besten seinen Sinn für Abenteuer beschreibt:
“It’s a Long Way to the Top” von AC/DC
Das nächste Projekt:
“Ich schätze, es wird ein Vulkan draußen im Westen sein,” vermutet er. Zum Glück kann er beim Organisieren der Details auf seinen jüngeren Bruder “Chase Adventure” zählen. “Er ist der geborene Planer!”

 

Spitzname:
Illinois Jones
Beruf:
Immobilienverwalter
Aufregendste Bergtour:
Die Flatirons in Boulder, Colorado. “Die waren ganz schön aufregend, weil das mehr Klettern im Fels ist. Man seilt sich an Überhängen rückwärts ins Leere ab.”
Buddy-System:
Der 53-Jährige hat über Jahrzehnte “coole Outdoor-Sachen” zusammen mit seinem Highschool-Kumpel “Farmer Guggenheim” unternommen. Aber das vielleicht Coolste? Vor 30 Jahren machte das Duo eine Trekking-Tour an der tibetischen und nepalesischen Seite des Mount Everest. “Wir sind ganz schön aktiv geblieben. Es ist einfach toll, wenn man jemanden hat, der genauso abenteuerlich drauf ist wie man selbst, mit dem man sich auch noch gut versteht.”
Ausrüstungsteil, das nicht fehlen darf:
“Gute Qualität ist bei der Ausrüstung ein Muss. Eines der Dinge, die mich bei der Squall System-Jacke überzeugt hat, war wie winddicht sie ist. Sie ließ den Wind einfach nicht durch, und ich wurde nie klamm. Sie hat total gut performt.”
Größte Challenge:
“Ungefähr vier Stunden lang hatten wir in jede Richtung höchstens 20 Fuß Sicht,” erinnert er sich an die gnadenlosen Wetterbedingungen, bei denen seine Brille vereiste. “Du hast dann kein Gefühl mehr, wo du bist – du weißt nur, dass du weitergehen musst.”
Größter Augenblick:
“Es war viel härter, als ich gedacht hatte. Wir haben einen unglaublich steilen Abhang bestiegen, also war ich richtig happy, dass ich es bis zum Gipfel geschafft habe. Es war total berauschend.”
Song, der am besten seinen Sinn für Abenteuer beschreibt:
“Times Like These” von den Foo Fighters
Nächstes Projekt:
“Ich werde an vielen Orten Ski fahren und überall mit dem Moutainbike unterwegs sein. Ich bin zu allem bereit!”

 

Spitzname:
Conrad Anchor: “Ich wurde auf diesen Namen getauft. Hab ich mir nicht ausgesucht!” sagt er, der wie der berühmte Bergsteiger aussieht, besonders mit den Eiszapfen, die in seinem Bart hängen.
Beruf:
Im Technologie-Vertrieb
Aufregendste Bergtour:
“Am aufregendsten finde ich, wenn man den Gipfel erreicht. Es ist so ein Klischee, aber du kannst alles, was dich umgibt aufnehmen und zu schätzen wissen. Mount Whitney war stark, aber das war nicht annähernd so schön [wie Mount Hood].”
Ausrüstungsteil, das nicht fehlen darf:
“Man braucht eine gute Außenschicht, denn wenn man auskühlt, ist es vorbei,” sagt er und fügt hinzu, dass seine Lands’ End Ausrüstung die Aufgabe mit Bravour erfüllte.
Größte Challenge:
Die letzten 400 Fuß Höhenmeter waren die schwersten, weil es so vertikal hinaufging. Es war eisig und total steil. Man musste den Eispickel richtig in den Berg rammen. Du bist körperlich müde und die Herausforderung ist, bei jedem einzelnen Schritt fokussiert zu bleiben, du darfst dir keinen Fehltritt erlauben!”
Größter Augenblick:
“Ich mochte die Kameradschaft, unterwegs Pausen zu machen und einen Beutel Rinder-Dörrfleisch und etwas Gatorade miteinander zu teilen, dieses Bergsteiger-Brüder-Gefühl. Man ist in so vieler Hinsicht ein echtes Team. Das ist Teil des Rausches,” sagt er und erklärt, dass sie in zwei Dreiergruppen, jeweils angeführt von einem Bergguide, angeseilt waren.
Erfahrung, die man mit nach Hause nimmt:
Als seine neun Jahre alte Tochter ihn fragte, wie er den Gipfel schaffte, sagte er, „Ich hab einfach nicht aufgegeben. Jetzt trägt sie dieses Mantra mit sich herum, und das ist irgendwie schön.”
Song, der am besten seinen Sinn für Abenteuer beschreibt:
“Into the Great Wide Open” von Tom Petty
Das nächste Projekt:
“Mein nächstes großes Abenteuer wird wohl eine Tour mit dem Kajak werden. Ich lege eine kleine Midlife-Siesta ein, bevor ich wieder auf dem üblichen Pflaster unterwegs bin,” sagt der 49-Jährige.

 

Jenny Sundel. Fotos: “Chase Adventure.”