Damals, als an Weihnachten alles schiefging…

Weihnachten ist etwas ganz Besonderes, ein magisches Fest. Aber manchmal kann es auch schiefgehen… und zwar ganz gewaltig!

Zusammen mit unseren Kollegen in Amerika haben wir ein paar „Fröhliche Flops“ zusammengetragen und uns dabei schiefgelacht. (Anders als in Deutschland findet die Bescherung im englischsprachigen Raum übrigens am 1. Weihnachtstag statt und werden die Geschenke am Vorabend verpackt.) Da fiel uns ein, dass unsere Kunden und ihre Familien bestimmt ebenfalls so einige lustige Geschichten zu erzählen haben. Wir laden Sie hiermit herzlich zu unserer „Weihnachten wird schöner“-Gruppe auf Facebook ein (hier klicken), um dort, gerne auch mit Foto, IHREN ganz eigenen, „Fröhlichen Flop“ zu posten und mit allen zu teilen.

Wir werden uns mit einer Tasse Tee und Plätzchen stärken, alle Beiträge lesen und drei unserer Favoriten auswählen, die anschließend im Dezember in einem besonderen Blog-Beitrag erscheinen werden – und wir werden sie sogar von Profihand illustrieren lassen! Einsendeschluss für alle Fröhlichen Flops ist Freitag, der 15. Dezember, um Mitternacht.

Lesen Sie hier zur Inspiration ein paar unserer eigenen Storys:

Als… Jon die Trommel rührte
Es ist Heiligabend, kurz vor Mitternacht. Endlich sind die aufgeregten Kinder eingeschlafen und kann der Spaß beginnen. Meine Frau Sarah und ich dürfen jetzt die Geschenke für die Kids einpacken. Ich hole schnell das größte Geschenk für unsere älteste Tochter aus der Garage – ein Schlagzeug-Set, das noch zusammengebaut werden muss. Ich fange mit dem Auspacken an. Komisch. Keine Anleitung. Ich durchsuche noch einmal alle Kartons, während mich langsam ein Gefühl von Panik beschleicht. Das Schlimmste: Jedes einzelne Teil muss, Schraube für Schraube, komplett von Hand aufgebaut werden. Es ist jetzt nach Mitternacht, und im Internet ist natürlich auch keine Anleitung zu finden.

Ich bin nicht praktisch veranlagt, somit erfüllt mich die Aussicht darauf, in den nächsten Stunden ohne Anleitung ein ganzes Schlagzeug-Set zusammenzubauen, mit Grauen. Aber was muss, das muss! Ich suche das Werkzeug zusammen – Schraubenzieher, Inbus-Schlüssel, Hammer, Wein… und mach mich an die Arbeit. Irgendwann habe ich den Dreh raus, und so etwa um 5 Uhr morgens bin ich tatsächlich fertig!

Wir wickeln alles in Geschenkpapier ein und wollen jetzt nur noch erschöpft ins Bett, in der Hoffnung, noch ein oder zwei Stündchen Schlaf zu bekommen, ehe die Kinder aus dem Bett springen und das Päckchen-aufmachen-Spiel beginnt. Es ist stockfinster im Haus, und ich begebe mich in Richtung Treppe. Ob es an der Müdigkeit oder am Wein liegt, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich komplett vergessen, dass mitten im Arbeitszimmer ein ganz dicker, massiver Holz-Stützbalken steht. Mit beachtlicher Geschwindigkeit treffe ich ihn frontal – mit Stirn, Nase und Knie, alles gleichzeitig.

Dies führt dazu, dass drei Dinge geschehen. Als erstes ertönt ein dröhnendes, dumpfes Geräusch, das das ganze obere Stockwerk erschüttert. Zweitens schreie ich laut auf und falle rückwärts nach hinten – es fehlt nicht viel, oder ich werde gleich ohnmächtig. Drittens haben der Krach und die Erschütterung sowohl die Hunde als auch die Kinder aus dem Schlaf gerissen. Sarah, wie immer voller Mitgefühl, schüttelt sich vor Lachen, während ich vor Schmerzen über dem Boden rolle.
Mein erster Weihnachtstag beginnt also mit hämmernden Kopfschmerzen, blauen Flecken auf Stirn und Nase, und diesem herrlich wattigen Jetlag-Gefühl, das bei Schlafmangel entsteht. Das Ganze untermalt von der Geräusch-Kakophonie, die dann entsteht, wenn drei kleine Kinder gleichzeitig ihre Geschenke aufreißen und zwei völlig überdrehte Hunde dabei herumspringen.

Zum Glück haben die Kinder das optimale Gegenmittel gegen Müdigkeit parat und legen mit dem Schlagzeug-Set und der neuen E-Gitarre meines Sohnes eine improvisierte Jamsession hin. Bin ich froh, dass nicht jeden Tag Weihnachten ist.

Als… Shanis Weihnachtsgeschenke alle gleichzeitig kamen

Meine Erinnerung stammt aus der Zeit, als ich vielleicht vier oder fünf war. Mein inzwischen verstorbener Vater besaß eine Logistik-Firma, und in der Weihnachtszeit hatten seine LKWs natürlich unglaublich viel zu tun. Ich muss damals geahnt haben, dass Weihnachten nicht mehr sehr weit war – das sieht man ja im Fernsehen und in den Geschäften.

Ich war immer zuerst wach, und so stand ich eines Tages auf und entdeckte im Wohnzimmer eine ganze Ladung Spielzeugkartons. Gut, sie waren weder in Geschenkpapier verpackt, noch standen sie schön gestapelt unter dem Weihnachtsbaum – aber hey, was soll’s! Wenn man so klein ist, ist auch der simpelste Karton aufregend. Ich riss einen auf. Es war eine wunderschöne Puppe darin. Dann einen anderen, mit einer Spielzeugeisenbahn darin. Und noch einen mit einem Teddybären… und noch einen, und noch einen… bei jedem Karton wurde ich aufgeregter, ich quiekte vor Freude!

Dabei habe ich vermutlich meinen Vater geweckt, denn er kam hinuntergestürmt und fand mich inmitten eines gigantischen Spielzeugbergs. “Nein! Nein! NEEEINNN!!!!! Das sind nicht deine!” schrie er, während er ein Spielzeug nach dem anderen an sich riss und es wieder in die Verpackung stopfte.

Wie sich herausstellte, hatte einer seiner Lieferwagen auf dem Weg zum örtlichen Spielzeugladen eine Panne gehabt. Da mein Vater den kostbaren Inhalt nicht mitten auf der Straße im kaputten LKW zurücklassen wollte, hatte er zur Sicherheit alle Spielzeugkartons mit nach Hause gebracht. Hmmm… anscheinend aber doch nicht sicher genug!

Als… die Kinder von Kris noch an den Weihnachtsmann glaubten

Weihnachten 2006 werde ich nie vergessen. Wir wohnten damals in einem 100 Jahre alten Haus mit “rustikalem” Keller und begrenztem Stauraum. Das einzig gute Versteck war dieser gruselige, dunkle Kellerraum mit seinen rohen Steinwänden und Wasserleitungen an der Decke. Mein Mann und ich waren in diesem Jahr früh dran und konnten alle Geschenke schon beizeiten verpacken. Gute Idee, nichtwahr? Na ja, theoretisch schon.

Als wir an Heiligabend die Geschenke aus dem Keller holen wollten, traf uns der Schlag. Wir drehten am Lichtschalter. Vor uns lag ein Haufen nasser, leicht verzogener und insgesamt ziemlich traurig ausschauender Geschenke. Überschwemmungen durch Dauerregen und schweren Schneefall sowie ein ganz frisch entdeckter Rohrbruch hatten die Wände pitschnass zurückgelassen, das Chaos war komplett. Triefende Schleifen, gewellte Ecken, verschmierte Geschenkanhänger… Da unser Geschenkpapier-Vorrat komplett aufgebraucht war und die Geschäfte zu hatten, konnten wir nichts mehr umverpacken. Also zuckten wir mit den Schultern, verfrachteten die Geschenke unter den Christbaum und trockneten sie mit der Hilfe eines Haartrockners.

Während noch mehr Regen und Schneeregen herunterfielen, krochen wir ins Bett. Die Kids weckten uns morgens um halb sechs, stürmten die Treppe hinunter und hielten plötzlich inne. Will, damals 6, und Annie, 4, starrten mit offenem Mund auf die entstellten Weihnachtsgeschenke. „Annie, schau,“ sagte Will, während er langsam zum Baum lief und bedächtig ein Päckchen mit dem verschmierten Namen seiner Schwester darauf aufhob. „Die Geschenke sind im Schlitten nass geworden,“ sagte er, und sein Gesicht glühte vor Aufregung. „Den Weihnachtsmann gibt es WIRKLICH!“